Kultursommer an der Wassermühle Karoxbostel: Neue Wege und uralte Spuren

Zehn Projekte zum Motto „Neue Wege“ sind mit dem Kultursommerpreis 2026 ausgezeichnet worden. Der Verein Wassermühle Karoxbostel gehört auch in diesem Jahr wieder zu den Preisträgern. Gemeinsam mit dem Gymnasium Meckelfeld, dem Archäologischen Museum Hamburg und dem Pfadfinder-Stamm Thomas Morus lädt der Mühlenverein zur Kultursommerveranstaltung mit dem Titel „Neue Wege und uralte Spuren“ ein. Die Veranstaltung an der Wassermühle Karoxbostel startet am Sonnabend, 9. Mai, um 15 Uhr mit einem bebilderten Vortrag des Kreisarchäologen Dr. Jochen Brandt. Anhand aktueller archäologischer Beispiele aus Seevetal wird er einen Blick auf Themen werfen, die uns auch heute bewegen: Klima, Migration, Konflikte. Wie haben Menschen in der Vergangenheit mit ihrer häufig herausfordernden biologischen und sozialen Umwelt interagiert? Exemplarisch werden diese großen Themen auf das alltägliche Leben der früher im Seevetal Lebenden heruntergebrochen.
„Das soziale Zusammenleben hat sich in den Jahrtausenden bis heute stark verändert. Bei unserer Veranstaltung wollen wir diese Veränderungen insbesondere mit jüngeren und
älteren Menschen herausarbeiten. Mit dem Ziel, dass die Jungen und die Älteren benennen, wie sie sich für die Zukunft das Zusammenleben in der Gesellschaft vorstellen und wünschen“, erläutert die Vorsitzende des Mühlenvereins, Emily Weede.

In einem Workshop wollen die Teilnehmer ihre Wünsche und Vorstellungen für zukunftsweisende Formen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft erarbeiten. „Können wir vielleicht etwas übernehmen von den früheren Gesellschaftsstrukturen? Inwieweit können sie hilfreich sein, neue Wege für ein besseres Miteinander in der Gesellschaft zu finden?“, sagt Olaf Lakämper, Schulleiter des Gymnasiums Meckelfeld, der den Workshop moderieren wird. Auf dem Podium sitzen neben Dr. Jochen Brandt die Bauamtsleiterin der Gemeinde Seevetal, Katrin Hilpert, Gisela Schöning und Karl-Friedrich Roth vom Wohnprojekt ZuHause e.V. in Hannover-Linden, Margartete Betz und Anne Behrends vom Wohnprojekt GaGa in Stade, Pfadfinder André Mevius sowie die Bürgermeisterin der Gemeinde Seevetal, Emily Weede. „Wir möchten Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Natur eröffnen und Alternativen zur Vereinsamung vor Computer und Social Media anbieten“, erklärt Pfadfinder André Mevius. Die Ergebnisse des Workshops werden dokumentiert und in einer Austellung präsentiert. „Auf diese Weise möchten wir zu einer noch breiteren Diskussion über neue Wege und Möglichkeiten des Zusammenlebens anregen“, sagt Emily Weede.
Mit ihrer gemeinsamen Kultursommer-Veranstaltung möchten die Initiatoren „einen Prozess starten“ und erreichen, dass junge und ältere Menschen ins Gespräch kommen. „Gemeinsam wollen wir neue Perspektiven für Möglichkeiten des Zusammenlebens unterschiedlicher Altersgruppen entwickeln und uns dabei auch von bereits laufenden Wohnprojekten inspirieren lassen“, erläutert Schulleiter Olaf Lakämper.
Im Anschluss an den Workshop können die Teilnehmer bei Getränken und einen kleinen Imbiss weiter miteinander im Gespräch bleiben. Der Kultursommer im Landkreis Harburg umfasst mehr als 150 Veranstaltungen, die noch bis Ende September stattfinden. Die Bandbreite reicht von Ausstellungen und Konzerten über Workshops, Filme und Führungen bis hin zu Aktionstagen und Kinderprogrammen. Organisiert wird der Kultursommer vom „Kulturlandkreis Harburg. Kultur im Dialog“, einer Initiative des Freilichtmuseums am Kiekeberg, des Landkreises Harburg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

(Foto: Landrat Rainer Rempe (von links), Schulleiter Olaf Lakämper, Vorsitzende Emily Weede, Pfadfinderin Sandra Schmidt und Sohn Paul sowie Marie-Nathalie Schrötke, Projektleiterin des Kulturlandkreises, freuen sich auf ein buntes Kultursommer-Programm. Foto: Carsten Weede)